DIY Walled Garden

Vertical Gardening mit Aufhängeschienen und Behältern

Ich dekoriere gerne auf mehreren Ebenen und auch Pflanzen dürfen hoch hinaus. Deshalb mag ich Pflanzenampeln und Dekohängegedöns. Einfach nur etwas auf die Fensterbank stellen ist mir zu simpel. Doch bin ich geizig und viele der Freiluftaufbewahrungen sind für meinen Geschmack zu teuer, weshalb ich oft zurückstecke und aus Frust erst mal gar nix mache.

Ähnlich ging es mir bei den Asker Keramikbehältern von Ikea. Ich weis nicht, wie oft ich daran vorbei gelaufen bin. Jedes Mal hatte ich sie in der Hand und stellte sie zurück, weil ich nicht wusste, wie ich sie nutzen soll. Doch irgendwann kam mein Asker-Tag. Ich war auf dem Flohmarkt unterwegs und plötzlich lachten mich vier Behälter an. Ich fragte nach dem Preis. Der Typ hinter dem Tisch schaute etwas verwirrt und sagte „Ööööhm, 5 Euro?“ Ich machte den Schnapper und bekam am Rande das entsetzte Gesicht seiner Freundin mit, die nur kurz weg gewesen war und erfahren hatte, dass ihr Freund alles für einen Appel und nen Ei vertrödelt.

Zuhause angekommen stieß ich jedoch wieder auf die Frage, die mich vorher vom Kauf der Behälter abgehalten hatte: „Was tu ich damit?“ Also wanderten die vier erst einmal in eine Ecke. Bis zu dem Tag, als mein Pflanzenkindergarten ein neues Zuhause suchte und mir Asker wieder in die Hände fiel.

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Ich hatte bei Pinterest schon einige Bilder gesehen, wo Leute die Töpfe für Kräuter und Co nutzten. Allerdings hatte ich auch Erfahrung mit anderen Behältern gemacht und dabei festgestellt, dass sich speziell Seramis gerne in lackierte Oberflächen frisst. Dafür waren mir meine kleinen Keramikschönheiten zu schade. Vielleicht würde ich ja doch noch mal auf einen anderen Küchenstil umschwenken und brauche sie dann anderweitig.

How-To Hängeaufbewahrung mit Asker Besteckhalter

Um die Oberfläche zu schützen, habe ich den Behälter doppelt mit Alufolie ausgelegt. (Das hält außerdem außerirdische Strahlung ab – Der Aluhut für Pflanzen – hihihihihi).

Dann vorsichtig etwas Seramis einfüllen. Erde fand ich in diesem Fall nicht so geeignet, da es unten an Entlüftung und Ablaufmöglichkeiten fehlt und so die Gefahr zu groß ist, dass es schimmelt.

Vorsichtig die Pflanze einsetzen und Seramis darauf löffeln. Festdrücken und fertig.

Kleiner Tipp: Beim Einfüllen das Ganze leicht schräg halten, denn wenn der Pott hängt, hat er auch eine Neigung. Berechnet man das gleich am Anfang mit ein, fällt hinterher nicht die Hälfte raus.

Zwei der Töpfe habe ich mit Harken an die Schiene gehängt, die schon beim Einzug in unserer Küche vorhanden waren. Genutzt hatte ich diese bisher kaum bis gar nicht.

Bei dem Dritten Topf wurde mit einem kleinen Nagel eine Schlinge aus Bastband am Fenster befestigt. Ans Ende der Schlinge kam ein S-Harken und daran der Topf.

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Auch hier ein Tipp: Dort, wo der Topf am Fenster anliegt, etwas Filz oder weißes Gewebeband kleben. Ansonsten bollert das Keramik immer an die Scheibe, wenn ihr das Fenster öffnet bzw. schließt.

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Beim Gießen haltet ihr den Topf am besten etwas gerade, damit nicht immer die Hälfte herausläuft. Ob ihr gießen müsst, erkennt man ganz gut am Gewicht des Topfes. Auch bekommt man schnell ein Auge dafür ob Pflänzchen Wasser will. So wird die Grünlilie immer etwas blass um die Nase bei Trockenheit. Alternativ kann man auch einen Seramis Wasserstandanzeige in den Pott stecken (finde ich aber nicht so hübsch). Wichtig ist, dass ihr die Pflanzen nicht übergießt. Da unten nichts ablaufen kann, kommt es sonst zu Wurzelfäule.

Nun könnt ihr eure Pflanzen einfach vor sich hin wachsen lassen. Meine Grünlilie fühlt sich sichtlich wohl und hat ordentlich Ableger produziert. Und auch die Kanonierblume muckt viel weniger rum als sonst.

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