Kuscheldecke und Bär fürs Baby

Babyboom: Häkeln für den Nachwuchs

Dieses Jahr hat der Babyboom unseren Familien- und Freundeskreis erwischt. Gleich zwei Mädels sind schwanger und dass auch noch kurz hintereinander. Die „Familie“ wächst also und ich freu mich. Das heißt aber nicht nur warten, Ikea-Shoppingbegleitung und noch ein paar Mädelsabende mit alkoholfreien Cocktails, sondern auch häkeln, was das Zeug hält. Denn natürlich wissen alle, wie ich so meine Abende verbringe und äußern Wünsche für Babys Erstausstattung.

Zu den zukünftigen Mamas gehört meine älteste Freundin. Wir kennen uns schon, seitdem wir gemeinsam auf der Krabbeldecke herumgelegen haben und genau so eine Decke wünschte sie sich von mir. Dazu dann auch noch einen Teddy. Da konnte ich nicht Nein sagen, denn wer möchte nicht gerne die beiden ersten wichtigsten Kuschelbegleiter in Babys Leben beisteuern.

Kuscheldecke und Teddy fürs Baby

Eine Krabbeldecke häkeln

Bei der Babydecke habe ich mich für die Vorlage von Margareta aus ihrem Blog Pysseldrommar entschieden. Ok, mein Schwedisch ist etwas eingerostet aber mit ein bisschen rumprobieren und suchen in den Kommentaren konnte ich mir das genaue Vorgehen dann doch erschließen.

gehäkelte Krabbeldecke, Plait

Eigentlich ist es  ganz einfach:

Zuerst eine Luftmaschenkette in der Wunschlänge schlagen (ich habe 200 Maschen genommen + eine Wendeluftmasche).

Dann ganze Stäbchen häkeln, das war es. Solange, bis die Decke die gewünschte Größe erreicht hat. Ich habe 90 Runden gebraucht.

Für die farbigen Akzente schlagt ihr Luftmaschenketten aus den Farben eurer Wahl. Je nachdem ob ihr eher fest oder locker häkelt, kann es sein, dass ihr ein paar mehr Maschen als die vorherigen 2000 braucht. Das müsst ihr ausprobieren.

Die Ketten mit einer dicken Nadel zwischen die einzelnen maschen weben. Wählt den Abstand und den Abstand so, wie ihr es am Schönsten findet.

Die Luftmaschenkette jeweils am Anfang der Masche mit der Decke verknoten. Am Ende genau das Gleiche. Schaut, dass ihr ein wenig Luft lasst, die Kette also nicht zu straff spannt. Durch das spätere Waschen läuft das Ganze nämlich noch etwas ein und da soll sich ja nichts durch zu viel Spannung verziehen.

Babydecke für Säuglinge selber machen

Sind alle Farben eingearbeitet, geht es an die Umrandung:

Hierfür einfach mit festen Maschen immer am Rand der Decke entlang häkeln, bis der Rand so breit ist, dass er euch gefällt. Ich habe nach zwei Dritteln einmal die Richtung gewechselt, um etwas Abwechslung rein zu bekommen.

Wichtig ist, dass ihr an den Ecken Luftmaschen schlagt, damit sich hier nichts einrollt. Ich habe mit drei (eine links, eine Mitte und eine rechts von der Kante) angefangen und bin dann nachher als die Decke größer wurde auf fünf gegangen.

Ist der Rand fertig, müsst ihr noch die Enden der farbigen Akzente vernähen. Dazu den Faden einfach unauffällig in die Maschenkette einziehen, abschneiden und etwas an der Kette ziehen, damit das Ende darin verschwindet.

Verwendet habe ich:

  • Häkelnadel Größe 4,5
  • Wolle – MERINO 200 BÉBÉ in den Farben CHOCO, CITRON, NAVY [jew 1/3 Knäuel] und ATLANTIK [16 Knäuel]

Die Wolle habe ich doppelt genommen, natürlich könnte man auch mit einer kleineren Nadel und einfacher Wolle häkeln …. Wenn man viiiiiiel Zeit übrig hat.

Wir haben uns für die Wolle entschieden, weil sie zu 100 % aus Naturfasern besteht, sehr leicht ist, bei 40 Grad waschbar und vor allem babygeeignet ist. Das ist wichtig, da es bei Standardwollen passieren kann, dass sich beim daran kauen und nuckeln Farbpartikel lösen.

Ein Plait für das Baby häkeln

Einen Teddy häkeln

Das Muster für den Teddy habe ich aus dem Heft Amigurumi Winter Wonderland, von Amigurumipatterns.net. Die Anleitung ist super erklärt, schön bebildert und leicht nachzuvollziehen. Ich habe nur an einer Stelle ein wenig modifiziert, und zwar dort, wo beim Übergang von Pullover und Bauch bzw. Hand mit ganzen Stäbchen gehäkelt wird. Ich habe stattdessen halbe Stäbchen gemacht, da mir bei den ganzen Stäbchen zu viel der Füllung durchschimmerte.

Selbstgemachtes Kuscheltier

Den Teddy babyfest machen:

Die Füllung habe ich eingenäht. Dazfür braucht ihr ein altes T-Shirt mit Stretchanteil. Dieses wird in das zu füllende Teil gestopft, so, dass eine Art Säckchen entsteht. Dann oben abschneiden und festhalten. Ganz normal die Füllung reinstopfen. Nicht zu viel bitte, der Bär soll ja weich bleiben!.

Wenn ihr fertig gestopft habt, das „Säckchen etwas heraus ziehen und mit Nadel und Faden vernähen. Dabei kommt es nicht auf Schönheit an. Sieht eh keiner. Nur darauf achten, dass keine zu dicken Knubbel entstehen.

Auch die Augen habe ich gestickt. Zwar gibt es im Handel Sicherheitsaugen, aber meine Freundin wollte lieber ganz auf Nummer sicher gehen. Damit die Augen leben bekommen, habe ich in das Schwarz mit weißem Faden noch einen kleinen Lichtpunkt eingearbeitet.

Teddyaugen sticken

Die einzelnen Teile miteinander vernähen, Bärli einmal in die Waschmaschine schmeißen und fertig 🙂

Teddy selber häkeln

Für den Teddybären habe ich verwendet:

  • Häkelnadel Größe 4,5
  • Wolle – COTTON TIME TÜRKIS [ 2 Knäuel] , WEISS [1 Knäuel] und RINDE [3 Knäuel].

Auch hier fiel die Wahl wieder auf Wolle, die als für Babys geeignet deklariert ist. Das ist beim Teddy sogar noch wichtiger. Ebenso, dass dieser sehr pflegeleicht ist, denn im Idealfall wird er überall mit hingeschleppt, bekommt Essen, Farbstifte und wer weis was noch ab. Deshalb muss er des Öfteren mal gewaschen werden. Perfekt ist deshalb Baumwolle. Die ist zwar nicht so flauschig wie Kunstfaser oder Naturwolle, dafür macht sie aber alles mit 🙂

Decke_Bär

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