Kleine Eierlikörkuchen als Geschenk

Eierlikör am Stiel oder backen mit Umdrehung

Was gibt es Besseres als Eierlikör? Eine Frage, die meine Umgebung spaltet. Die einen rümpfen angeekelt die Nase und fragen sich, wie man das Zeug mit der immer etwas zu dickflüssigen Konsistenz durch den Hals bekommt. Andere geraten in Verzückung ob der 1000 Möglichkeiten mit dem scharf-süßen Getränk viele Sachen noch leckerer zu machen. Meine beste Freundin und ich gehören zur zweiten Fraktion. Wenn es um Süßspeisen geht, gehört ein ordentlicher „Schwupp“ Eierlikör einfach dazu. Ob Pfannkuchen, gedämpfte Birne im Schokomantel, Eis oder Pudding: Eins, zwei Pinnchen oben drüber passen immer.

So war es auch keine Frage, dass ich das Rezept für die Eierlikör Gugel aus der Märzausgabe des Chefkoch Magazins nachbacken musste. Passend zu den Feiertagen brauchte ich sowieso noch ein paar kleine Geschenke für den Ostertisch und als Mitbringsel. Die Zutaten hatte ich alle im Haus, also nix wie ran!

 Eierlikörbits als Geschenk

Aufgespießt und angehübscht

Ein paar Tage vorher hatte ich beim Discounter meines Vertrauens Cake-Pop Formen aus Silikon erstanden. Nicht weil ich ein großer Fan dieses meiner Meinung nach leicht überschätzten Backtrends bin, sondern weil sich die Größe einfach gut für die Herstellung von Pralinen, Eiswürfeln und Minigebäck eignet. Mithilfe der Form bekamen meine Kuchen nun also die Form von Herzen, anstatt eines klassischen Gugels. Kleine, süße Bits, die mit einem Happs weggefuttert werden können.

Als sie da so vor mir auf dem Rost auskühlten, konnte ich den beigelieferten Stielen doch nicht widerstehen und entschied mich die Teilchen am Spieß zu verschenken. So ganz pur und nackig waren sie zwar schon lecker, aber mit Schokolade wird ja bekanntlich alles noch besser. Also recycelte ich kurzerhand ein paar meiner verbliebenden Schokoweihnachtsmänner und dekorierte die Herzen damit. Leider wird Vollmilchschokolade, die mal eine Tafel oder ein Hohlkörper war, nie so fest wie ihr Bruder die Kuvertüre. Ein weiterer Grund, der für einen Trägerspieß sprach.

Bezüglich der Präsentation habe ich etwas experimentiert. Das Ergebnis: Mehl hält die Spieße nicht so fest, wie ich mir das gewünscht hätte. Da wären noch einige Tassen extra, plus verdichtendes auf den Tisch klopfen nötig gewesen, um die Standfestigkeit zu erreichen, die die gespießten Küchlein im Zucker bekamen. Fazit: In ein Weckglas voll mit Zucker gesteckt, überlebt das Ganze sogar einen etwas holprigen Transport.

Kleine Eierlikörkuchen als Geschenk

Eierlikörbits am Spieß

(Variante des Rezepts von Schneeprinzessin aka Schwarzwaldmaidli / Chefkoch März 2016)

Zutaten:

    • 125 ml Öl
    • 100 g Zucker
    • 2 Pck. Vanillezucker
    • 2 Eier
    • 80 g Mehl
    • 50 g gemahlene Mandeln
    • 1 Tl Backpulver
    • Mark einer Vanilleschote
    • 125 ml Eierlikör
    • Schokoladenreste (alternativ: Kuvertüre)

Außerdem:

    • Cake-Pop bzw Pralinenform oder eine andere kleine Kuchenform.
    • Nach Wunsch: Nuss- oder andere Streusel
    • Holzstiele zum aufstecken

Rezept

Öl, Zucker und Vanillezucker mischen. Eier dazu geben und das Ganze cremig aufschlagen

Mehl, Nüsse, Backpulver und Vanillemark mischen und unter die Masse geben. Dann Eierlikör unterrühren.

Masse in die Vertiefungen der Form geben (ausfetten bei Silikon nicht nötig!) Wer mag streut vorher noch Mandel-, Kokos- oder Schokoladensplitter ein. Gegenstück der Cake-Pop-Form aufsetzen.

Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad 15 – 20 Min backen. Während der Kuchen backt: Schokolade im Wasserbad schmelzen.

Nach dem Auskühlen Bits mit geschmolzener Schokolade dekorieren. Hierfür etwas Schokolade in eine Gefriertüre geben, eine kleine Ecke abschneiden und schnell verarbeiten.

Stiele oder Holzspieße (Schaschlikspieße? Strohhalme?) in die Kuchen stecken

Step by Step Eierlikörkuchen als Geschenk

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